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Baden-Württemberg gegen Darmkrebs

Bild Darmkrebs-Vorsorge-Kampagne
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Die landesweite Gesundheitsaktion „Baden-Württemberg gegen Darmkrebs“ findet unter der Schirmherrschaft der Ministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren, Katrin Altpeter MdL, und auf Initiative der Felix Burda Stiftung statt. Schon seit vielen Jahren engagieren sich zahlreiche Institutionen, Firmen und prominente Persönlichkeiten intensiv für die Darmkrebsvorsorge – die jährliche Verleihung des „Felix-Burda-Awards“ für vorbildliches Engagement in der Darmkrebsvorsorge (z.B. in Unternehmen) findet stets große Resonanz in der Öffentlichkeit.

Grußwort der Ministerin

Foto von Ministerin Katrin Altpeter
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Ministerin Katrin Altpeter MdL

Die Landesinitiative Baden-Württemberg gegen Darmkrebs informiert die Bevölkerung kontinuierlich über Darmkrebs und setzt sich auch im Anschluss an den Darmkrebsmonat März dafür ein, dass noch mehr Menschen die Chancen der Prävention und Früherkennung wahrnehmen.
Aus meiner Sicht ist es wichtig, dass sich noch mehr Menschen als bisher mit dem Thema Darmkrebsfrüherkennung aktiv auseinandersetzen und die präventiven Chancen der Früherkennung nutzen. Früh erkannt ist die Krankheit zudem fast immer heilbar. Denn Darmkrebs ist sowohl bei Frauen als auch bei Männern die zweithäufigste Krebs-Todesursache. Im Jahr 2009 sind nach Angaben des Statistischen Landesamtes 3000 Betroffene an den Folgen eines bösartigen Tumors des Darms verstorben.

Die Ursachen für Darmkrebs sind wissenschaftlich noch nicht eindeutig geklärt. Bestimmte Faktoren begünstigen die Entstehung jedoch nachweislich. Dazu gehören eine erbliche Vorbelastung, schwere chronisch-entzündliche Darmkrankheiten wie Morbus Crohn, adenomatöse Darmpolypen sowie steigendes Lebensalter. Der Lebensstil eines Menschen spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Eine ballaststoffarme, fett- und fleischreiche Ernährung, regelmäßiger Alkoholkonsum, wenig Bewegung und Übergewicht sowie das Rauchen steigern das Darmkrebsrisiko.
Fast alle Darmkrebserkrankungen entstehen aus gutartigen Vorformen, so genannten adenomatösen Polypen oder Adenomen. In der Regel dauert es bis zu zehn Jahre, bis sich aus einem Polypen Darmkrebs entwickelt. Durch die Entfernung der Polypen kann die Entstehung von Darmkrebs verhindert werden. Dies ist das vorrangige Ziel der gesetzlichen Krebs-Früherkennungsuntersuchung. Versicherten ab 50 Jahren bietet die Krankenkasse daher kostenlose Untersuchungen an: Zunächst jährlich den Stuhl-Blut-Test, ab 55 Jahren dann die Koloskopie (Darmspiegelung), die nach zehn Jahren wiederholt wird. Wer sich gegen die Darmspiegelung entscheidet, kann alternativ ab 55 alle zwei Jahre den Stuhl-Blut-Test nutzen. Erblich vorbelastete Menschen sollten sich in einem der sechs von der Deutschen Krebshilfe initiierten Zentren für familiären Darmkrebs beraten lassen und schon in jungen Lebensjahren mit der Darmkrebs-Früherkennung beginnen.
An alle Bürgerinnen und Bürger appelliere ich, die Vorsorgeangebote wahrzunehmen: Tun Sie es für sich selbst und für Ihre Lieben!